Zusammenkommen, mit Anderen interagieren und kooperieren, in einen Dialog treten, sich selbst ausprobieren, Spaß haben. All dies macht ein Spiel möglich. Und wenn es dann gleich richtig viele sind, umso besser.
Der Bürgerverein Anger-Crottendorf e.V. und Holz und Spiele laden im Juni zum großen Spielefest “Mitmach-Spiel-Raum” in die Wagenhalle der Ostwache. Vom 23. bis 27. Juni stehen über 30 großformatige Geschicklichkeits- und Strategiespiele bereit.
Alle Spiele sind aus Holz gebaut, vielfach aus recycelten Materialien. Alle Spiele basieren auf dem Zufallsprinzip und gerade dieser Faktor fördert Kommunikation und Interaktion. Nicht nur zwischen den Spielenden, sondern auch mit den Zuschauenden. Dabei richten sich die Spiele keineswegs nur an Kinder, auch Erwachsene bis ins hohe Alter können und sollen die Spiele nutzen.
Durch einfache Regeln sind alle Spiele leicht zugänglich und verständlich. Damit haben die Spiele das Potential Menschen jeglichen Alters und jeglicher Herkunft zusammenzubringen. Weil die Besucherinnen und Besucher aktiv teilnehmen und interagieren müssen, entsteht so auf denkbar einfachste Weise gesellschaftliche, inklusive und interkulturelle Teilhabe.
Die Vormittage von Dienstag bis Freitag sind für Schulklassen vorgesehen. Die Nachmittag ab 13 Uhr stehen allen Spielfreundinnen und Spielfreunden offen.
Am Freitag- und Samstagnachmittag gibt es zusätzlich noch Musik, Getränke und Snacks und es darf bis 22 Uhr gespielt werden.
Das Spielefest entsteht in Kooperation mit Holz und Spiele, Ostwache Leipzig e.V. und Sphere Radio e.V.
Am 24. Februar haben sich Anger-Crottendorfer Initiativen zum ersten Stammtisch getroffen. Bei der Veranstaltung im Schtreik! in der Theodor-Neubauer-Straße standen Kennenlernen, Vernetzung und Kooperation im Mittelpunkt.
“Der Bürgerverein hat auf mehrfachen Wunsch diese Veranstaltung organisiert und dazu eingeladen. Wir wollen damit den zahlreichen Initiativen im Stadtteil Raum für einen Austausch und verbesserte Absprachen geben”, sagte Ulrike Gebhardt vom Bürgerverein Anger-Crottendorf e.V. Neben zahlreichen Gesprächen wurden auch die jeweiligen Veranstaltungskalender der teilnehmenden Initiativen abgeglichen. Einige Kooperationen bahnten sich dabei bereits an. “Die gesammelten Veranstaltungen wird der Bürgerverein aufarbeiten und den Menschen in Anger-Crottendorf auf seiner Homepage für einen besseren Überblick zur Verfügung stellen”, freute sich Gebhardt über das gelungene Format.
Viele Veranstaltungen finden auch 2026 im Stadtteil statt. Beim Stammtisch von Anger-Crottendorfer Initiativen gab es die Möglichkeit für Absprachen und Kooperation. Foto: ACA
Für den gewissen Mehrwert sorgte das Amt für Wohnungsbau und Stadterneuerung (AWS). Marlen Försterling und René Zieprich fassten in einem Impulsvortrag zu Beginn zusammen, welche Projekte die Stadtverwaltung in den letzten Jahren im Stadtteil umgesetzt hat und welche noch folgen werden. In der anschließenden Fragerunde beantworteten beide geduldig die Fragen der Teilnehmenden. Mit den Informationen können diese nun in ihrer täglichen Arbeit dazu Stellung beziehen und in ihren Netzwerken weiterverbreiten. Aber auch das AWS nahm die eine oder andere Anregung mit ins technische Rathaus.
Und wie geht es nun weiter? “Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass ein Austausch der zahlreichen ehrenamtlich Engagierten im Stadtteil sehr fruchtbar sein kann. Wir werden den Stammtisch nun verstetigen und in regelmäßigen Abständen durchführen”, zeigte sich Gebhardt mit den Ergebnissen zufrieden.
Warum sollte mensch sich mit dem Abwasserkreislauf beschäftigen? Weil er uns betrifft – täglich, leise, zuverlässig. Wir drücken die Spülung und das Thema verschwindet im Rohr. Solange das Klopapier nicht alle ist oder nichts verstopft, bleibt es unsichtbar. Zu Hause oder bei der Arbeit funktioniert das meist reibungslos. Doch wer länger auf dem Spielplatz steht, durch die Innenstadt streift oder im Park feiert, merkt schnell: Öffentliche Toiletten sind keine Nebensache. Für viele, insbesondere für Frauen, sind sie eine Frage von Sicherheit, Gesundheit und Würde.
Ein Blick zurück zeigt, wie eng Stadtentwicklung und Sanitärversorgung verbunden sind. Ende des 17. Jahrhunderts begannen die Leipziger Stadtväter, sich über den wachsenden Unrat in Straßen und Gewässern zu sorgen. Plumpsklos und Sickergruben waren damals üblich – zugleich Brutstätten für Keime und Auslöser von Cholera, Ruhr und anderen Krankheiten. Mit der Industrialisierung und dem rasanten Wachstum der Stadt wurde die Abwasserentsorgung existenziell. Die Kanalisation entstand, und um 1900 verfügte Leipzig über mehr als 150 öffentliche Bedürfnisanstalten – viele bereits mit Wasserspülung.
Rund 126 Jahre später sind sie weitgehend verschwunden. In einer wachsenden Stadt kehrt das Thema allerdings mit neuer Dringlichkeit zurück. Mit dem 2025 vom Stadtrat einstimmig beschlossenen “Gesamtstädtisches Umsetzungskonzept für öffentliche Sanitäranlagen der Stadt Leipzig” oder kurz “Toilettenkonzept” (VII-DS-09871-NF-01) will Leipzig nun wieder Anlagen in Parks, Spielplätzen und stark frequentierten Orten schaffen – zeitgemäß, barrierearm und nachhaltig. Öffentliche Toiletten kosten Geld: Wasser, Abwasser, Reinigung, Wartung. Deshalb wurden unterschiedliche Anbieter und Modelle in der jüngeren Vergangenheit getestet und der jährliche, finanzielle Aufwand kalkuliert.
Die Trockentoilette im Lene-Voigt-Park wurde während der Testphase 2025 sehr gut angenommen. Foto: Gisela Ritschel
Das Thema Orte für Bedürfnisse stand auch im Mittelpunkt einer launigen Veranstaltung des Bürgervereins Anger- Crottendorf e.V. zum Welttoilettentag am 19. November 2025. Der Referent und Koordinator für öffentliche Sanitäranlagen in Leipzig, Marco Schlütter, erläuterte zu Beginn des Programms das Konzept der Stadtverwaltung, mit dem zukünftig mehr öffentliche Toiletten geschaffen werden sollen. Im Anschluss lief der Dokumentarfilm “Holy Shit” von Rubén Abruña. Der Film widmet sich einem oft übersehenen Thema, dem unterbrochenen Recyclingkreislauf menschlicher Ausscheidungen. Was in der Landwirtschaft mit tierischem Mist selbstverständlich ist, wird mit menschliche Fäkalien bislang kaum angewandt. Dabei zeigen Beispiele weltweit, wie durch Kompostierung oder Fermentation Dünger und sogar Wärme entstehen können – besonders dort, wo Kanalisation und wasserintensive Klärwerke fehlen.
Das Prinzip ist denkbar schlicht: sammeln, mit Pflanzen- fasern mischen, kompostieren, trocknen. Doch so einfach geht das hier nicht. In Deutschland dürfen menschliche Fäkalien bislang nicht als Dünger eingesetzt werden, da die rechtlichen Grundlagen dafür fehlen. Gleichwohl gewinnen sogenannte Trocken- toiletten schon heute immer mehr an Bedeutung. Sie benötigen keinen Wasser- anschluss, sind flexibel ein- und versetzbar und wurden 2024 bereits im Lene-Voigt-Park getestet – und übrigens auch bei jedem „Tanz in den Mai“ auf dem Trinitatisplatz, eine Veranstaltung, die der Bürgerverein Anger-Crottendorf e.V. seit Jahren organisiert. So auch in diesem Jahr wieder (s. letzte Seite).
Die Frage der Entsorgung ist also immer noch ungeklärt. Die Stadt Leipzig plant gemeinsam mit dem Zweckverband Abfallwirtschaft Westsachsen eine ordnungsgemäße Behandlungslogistik zu entwickeln. Mit Ratsbeschluss und Entsorgungslogistik werden 2026 im Lene-Voigt-Park und im Stadtteilpark Rabet feste Trockentoiletten zur Verfügung stehen – wenn das Geld reicht.
Und warum profitieren Frauen besonders? Weil Hygiene und Sicherheit keine Randthemen sind. Frauen menstruieren. Starke Blutungen, fehlende Rückzugsmöglichkeiten oder mangelnde Waschgelegenheiten bergen gesundheitliche Risiken und schränken Bewegungsfreiheit ein. Öffentliche Toiletten sind deshalb auch Orte des Schutzes und der Selbstverständlichkeit.
Der Abwasserkreislauf ist also mehr als ein technisches Detail. Er erzählt von Stadtgeschichte, von Gesundheitspolitik und von der Frage, wie wir miteinander leben wollen. Manchmal beginnt Fortschritt eben dort, wo sonst nur gespült wird.
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Der Beitrag „Leipzig will wieder mehr öffentliche Toiletten bauen“ von Ulrike Gebhardt erschien erstmals am 01.04.2026 im Anger-Crottendorfer Anzeiger 25/ 2026.
Zum “Tanz in den Mai” lädt der Bürgerverein Anger-Crottendorf e.V. auf den Trinitatisplatz. Am 30. April von 19 bis 22 Uhr gibt es für alle neben Stullen und Brause in die Mägen auch Acoutic, Folk, Rock und Cover auf die Ohren.
An diesem Abend spielt die lokale Band “Satu” auf und es darf sich rhythmisch bewegt werden. Der Eintritt ist wie immer frei.
Der “Tanz in den Mai” ist ein soziokulturelles und (klein-) künstlerisches Format mit dem der Bürgerverein Anger-Crottendorf e.V. die Anwohnenenden “heraus” locken und die Wichtigkeit des öffentlichen Raums als Aufenthalts- und Kommunikationsort hervorheben will. Mit dieser kulturellen Veranstaltungen werden Erlebnisse geschaffen, mit denen alle eine gute Zeit haben – im Sinne identitätsstiftender, schöner Momente. Mehr: www.bv-anger-crottendorf.de
“Die Mieten steigen rasant. Es kommen immer mehr Haushalte an die Grenze des Leistbaren.” So klar formulierte es Anke Matejka bei einem Podiumsgespräch in den Räumen der Friedrich-Ebert-Stiftung am 19. Januar. Matejka ist Geschäftsführerin des Mietervereins Leipzig e.V., der sich um die Wahrung der Interessen von Mieterinnen und Mietern von Wohn- und Gewerberäumen bemüht. “Wir erleben immer öfter bewusste Verstöße von privaten Eigentümern gegen das Mietrecht. In etwa jedem zweiten Mietvertrag, den wir prüfen, wurde die Mietpreisbremse umgangen”, ergänzte Matejka bei der Veranstaltung in der Leipziger Burgstraße.
Die Mietpreisbremse ist ein gesetzliches Steuerungsinstrument für Neuvertragsmieten von Wohnungen. Sie gilt in Leipzig mit einem angespannten Wohnungsmarkt seit Juli 2022 und hat eigentlich das Ziel, dass Neuvertragsmieten ohne deutliche Verbesserung der Mietsache nicht beliebig hoch angesetzt werden können. Umgangen werden kann sie dennoch, sei es durch ein Bett, einen Stuhl und einen Tisch. “Die Wohnung wird möbliert vermietet”, liest man dann häufig in den Anzeigen und staunt über die aufgerufenen Preise.
Generell erlebt auch Leipzig eine krasse Spreizung zwischen Bestandsmieten und Angebotsmieten, letztere vor allem nach Sanierung oder Neubau. Auch in Anger-Crottendorf hat sich der Wohnungsmarkt in eine Schieflage entwickelt. Der ACA berichtete schon gelegentlich darüber und schaute sich nun auch wieder die aktuellen Entwicklungen an.
Möbliert wird es teuer
Die Mietpreisbremse erlaubt bei Neuvermietungen Mieten bis maximal 10% über Mietspiegel. Anders ist das bei möblierten Wohnungen, dann kann zugelangt werden.
In der ehemaligen Karl-Krause-Fabrik lässt sich ein komplett möbliertes Apartment mieten. Für 42 Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf ein Zimmer, werden 1.450 Euro/ Monat Kaltmiete aufgerufen.
Aus Arbeiterwohnungen werden hochpreisige Unterkünfte
Die Häuser Segerstraße 2 und Gregor-Fuchs-Straße 41 wurden bis Sommer 2025 saniert. Zuvor wurden sie leer gezogen, der “Altbestand” an Mietenden stand dem Vorhaben so nicht im Weg. Die Soziale Erhaltungssatzung, auch ein gesetzliches Steuerungsinstrument, welches die Wohnbevölkerung eines bestimmten Gebietes vor Verdrängungsprozessen schützen soll, die durch aufwendige Modernisierungen in Wohngebäuden verursacht werden, endet auf der anderen Seite der Segerstraße. Sie gilt also nicht für die kürzlich sanierten Häuser. Und so wurden aus Arbeiterwohnungen Unterkünfte mit opulenten Bäder mit Multimediaspielereien, abgehängten Decken mit umfangreicher LED-Beleuchtung, Echtholzparkett, großen Balkonen, Rollrasen und Warmmieten im vierstelligen Bereich. Für den Erstbezug auf knapp 73 Quadratmetern in der Gregor-Fuchs-Straße wurde im August 2025 z.B. eine Kaltmiete von 990 Euro/ Monat aufgerufen. Diesem “Lockangebot” wird sehr wahrscheinlich nach einem Jahr eine Mietpreisanpassung folgen – nach oben versteht sich.
Teure Wohnungen aber kein Winterdienst. Häuser Segerstraße 2 und Gregor-Fuchs-Straße 41 am 29. Januar 2026. Foto: ACA
Methode: Zweckentfremdung
Gleich gegenüber in der Gregor-Fuchs-Straße 44 gibt es eine schöne Wohnung zu mieten. Unter der Beschreibung “Design Altbauwohnung mit Balkon und Parkplatz” lässt sich diese auf gängigen Internetportalen finden. Die möblierten 60 Quadrat- meter können ab 118 Euro angemietet werden – pro Nacht! Denn diese vier Wände werden als “Ferienwohnung” vermarktet und sind somit dem regulären Wohnungsmarkt entzogen.
Ob der Betrieb legal ist, konnte bis Redaktionsschluss nicht verifiziert werden. Denn die Nutzungsänderung einer baulichen Anlage von Wohnen hin zu gewerblichen Ferienwohnungen bedarf gemäß Sächsischer Bauordnung einer Baugenehmigung. Die Wohnung liegt zudem im seit 2020 geltenden Gebiet mit Sozialer Erhaltungssatzung, die einer solchen Umnutzung sehr enge Grenzen setzt und unter Genehmigungsvorbehalt seitens der Stadtverwaltung liegt.
Verspekuliert
In der Herbstausgabe 16/2022 berichtete der ACA über das Schicksal von Sandra Wehlisch, die sowohl ihr Atelier als auch ihre Wohnung aufgrund von Gentrifizierung und Spekulation am Immobilienmarkt verlor. Ihr Atelier befand sich in der “Zündkerzenwerkstatt”, ein zweistöckiges Werkstattgebäude im Hof der Dresdner 84. Dieses musste 2021 einem aktuell im Bau befindlichen Wohnkomplex weichen, ebenso wie die grüne Oase gleich nebenan mit vielen Starkbäumen. Ihre Wohnung befand sich damals in der Zweinaundorfer Straße 13. Das Gebäude kaufte 2022 ein Projektentwickler für 1,4 Mio Euro unter dubiosen Umständen. Sein Plan sah eine umfangreiche Sanierung vor hin zu hochpreisigen Wohnraum. Wehlisch wandte sich an die Stadtverwaltung. Das Haus liegt im Gebiet der Sozialen Erhaltungssatzung, die Stadt Leipzig hätte ein Vorkaufsrecht, um das Milieu zu erhalten. Sie tat es aus verschiedenen Gründen nicht. Kurz nachdem Wehlisch als letzte Mieterin ihren Auszug bekannt gab, realisierte der Eigentümer, dass er sich verspekuliert hatte. Seine Rechnung ging nach zwischenzeitlicher Inflation, Baupreissteigerung und ausbleibenden Interessenten nicht mehr auf. Er verkaufte 2024 schließlich das Haus mit Verlusten an den nächsten Projektentwickler, wie die Stadtverwaltung Wehlisch auf Nachfrage mitteilte. Der Neue hat nun die Fenster zugemauert. Nicht nur im Erdgeschoss, auch in der ersten Etage. Sicher ist sicher. Auch so kann man dringend benötigte Wohnungen dem Markt entziehen.
Zweinaundorfer Straße 13, zugemauert bis in die erste Etage. Foto: ACA
Neubauten im Turboverfahren
Die Leipziger Volkszeitung (LVZ) berichtete in der Ausgabe 17./18. Januar 2026 über den sogenannten Bauturbo und dessen Anwendung in Leipzig. Mit dem Gesetz, welches noch die Ampel-Regierung in Berlin angestoßen hatte, sollen Kommunen die Möglichkeit erhalten, Genehmigungs- verfahren zu straffen, indem sie von Bebauungsplänen abweichen können. Ziel ist es, dass schneller gebaut, nachverdichtet oder aufgestockt werden kann. Das Erstellen eines Bebauungsplans war bisher z.B. für Baugrundstücke über einem Hektar Fläche verpflichtend. Diese Verfahren dauern aber oft mehrere Jahre.
Werden die Garagen in der Breite Straße 15 südlich des Ramdohrschen Parks schon bald einem Wohnprojekt weichen? Foto: ACA
Im Beitrag der LVZ nennt Baubürgermeister Thomas Dienberg (Bündnis 90/Die Grünen) ein konkretes Vorhaben im Stadtteil, bei dem das Schnellverfahren angewandt werden könnte. “In Anger-Crottendorf befindet sich südlich vom Ramdohrschen Park eine Gewerbefläche, die hauptsächlich von einem Gebrauchtwagen-Autohandel genutzt wird. Ein Investor will dort auf reichlich einem Hektar Wohnungen schaffen, was sich mithilfe des Turbo zügig genehmigen ließe.” Bei genauerer Betrachtung und unter Einbeziehung der genannten Flächengröße von “reichlich einem Hektar” betrifft das Vorhaben nicht nur den Autohandel, sondern auch die Garagen auf dem Nachbargrundstück. Wie es an dieser Stelle weitergehen wird, mit welchen Wohnungen zu welchen Preisen – und vor allem wie schnell – wird die Zeit zeigen. Die Leipziger Ratsversammlung jedenfalls beschloss am 25. Februar die Anwendung des Bauturbos.
Der Beitrag „Der kaputte Leipziger Wohnungsmarkt nun auch in Anger-Crottendorf“ von Darius N. Ehrlicher erschien erstmals am 01.04.2026 im Anger-Crottendorfer Anzeiger 25/ 2026.
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